Gedichte aus der Gemeinde
Ich
lebe seit 2003 in Flensburg, bin aber in Bayern (München) geboren.
Ich bin Lehrerin, verheiratet, habe aber keine Kinder.
Ich bin 50 Jahre alt und habe in Augsburg studiert.
Ich schreibe bereits seit 1988 Gedichte, was mir bereits oft über schwere Zeiten
hinweg geholfen hat.
Mein Vater kommt aus Schlesien, meine Mutter aus Indien, sie leben aber derzeit
in Griechenland.
Ich habe eine Schwester, die Sängerin und Komponistin ist.
(http://www.myspace.com/196153101)
Karin Eggert
Fastenzeit 2012
Eine
Zeit ist jetzt gekommen,
die uns zur Besinnung mahnt.
Oh, wie ist die Zeit zerronnen,
dass die Seele Abschied ahnt.
Unsre Zeit, sie ist im Wandel.
Inbegriff von Uneins-Sein.
Welch ein Warten, welch ein Handel
mit dem Schicksal, oh wie klein
ist die Spanne unsres Lebens
und wie nutzen wir sie aus.
Oftmals warten wir vergebens,
dass der Frieden kehrt ins Haus.
Doch da ist Einer gestorben,
dass die Seele Freude kennt!
Für ein Gestern - für ein Morgen -
der sich Jesus Christus nennt.
Tief im Innern ist die
Quelle
aus der Licht und Liebe strömt.
Und der Mensch gerät ins Helle
der sich mit sich selbst versöhnt.
Der sich nicht mit Schuld belastet
die ihm doch sein Gott vergibt.
Und der nicht durchs Leben hastet
sondern der versteht und liebt.
Selbst wenn wir uns selbst verlieren
findet uns der treue Herr.
Er wird unsere Seelen zieren
und der Tod ist nimmermehr.
Lasst uns aus dem Herzen handeln
tun was unsere Seele speist.
Das wird unsern Geist verwandeln
bis die Seele weiter reist.
Das arme Wetter
Jeder
will sein eignes Wetter,
Wolken, Regen, Sonnenschein.
Wäre ein Gewitter netter?
Doch das Wetter, es sagt Nein.
Dunkel, hell und Donnerwetter -
Nieselregen, Regenguss.
Manchmal werden Wolken fetter,
na, wer knackt die harte Nuss?
Schließlich ist das Wetter ratlos -
klopft mal bei der Psychiatrie.
Doch da drinnen ist man Tatlos-
ändert sich die Lage nie?
In der Not besinnt sich's wieder
und der Weg ist nicht mehr weit -
dankbar kniet das Wetter nieder:
"Ich gehör der Jahreszeit!"
Griechischer Sommer
Wo zur Früh noch Wolken standen,
brennt die Sonne jetzt und lacht.
Als die letzten Wolken schwanden,
hab ich froh an Dich gedacht.
An den heißen Badestränden,
tummeln Kinder sich im Sand.
Halten Muscheln in den Händen -
welch ein schönes Sommerland.
Abends dann, in der Taverne,
sitzt man fröhlich beim Glas Wein.
Oben funkeln schon die Sterne,
ich will nirgendwo sonst sein.
In der Stadt erwacht das Leben
wenn die Sonne sich gesenkt.
Du hast mir so viel gegeben -
völlig unverdient - geschenkt.